Auch zweite Instanz lehnt Abstimmungsbeschwerde ab – Hoffmatte Thun | Wohnen in Seenähe

Auch zweite Instanz lehnt Abstimmungsbeschwerde ab

Quelle BZ, 11.08.2021, 10:30 | Die kantonale Direktion für Inneres und Justiz hat alle Punkte der Abstimmungsbeschwerde gegen die ZPP Hoffmatte abgewiesen. Doch die Beschwerdeführenden geben nicht auf.

Auf der Freifläche neben der Hoffmann Neopac AG im Gwatt soll eine Wohnüberbauung entstehen. Geplant sind unter anderem 180 Wohnungen, ein Alterspflegeheim mit 96 Plätzen und 55 Alterswohnungen, eine Kindertagesstätte sowie ein Laden. Anlässlich der Abstimmung vom 9. Februar 2020 sagten 62 Prozent des Thuner Stimmvolks Ja zur neuen Zone mit Planungspflicht (ZPP), welche die Grundlage zur Umsetzung dieser Pläne schafft.

Im September 2020 genehmigte das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) die ZPP sowie die Überbauungsordnung. Das AGR wies zudem alle Einsprachen und die Abstimmungsbeschwerde der Gegnerschaft ab. Daraufhin zogen die Beschwerdeführenden den Entscheid weiter. «Jetzt erhielt die Stadt Thun in zweiter Instanz erneut recht: Im Juli 2021 wies auch die kantonale Direktion für Inneres und Justiz sämtliche Beschwerdepunkte ab.» Dies teilte die Stadt am Mittwoch per Mediencommuniqué mit.

«Die Stadt Thun wird beim Verwaltungsgericht aus demokratiepolitischen Gründen ein beschleunigtes Verfahren beantragen.»

Aus der Medienmitteilung der Stadt Thun

Stadt will beschleunigtes Verfahren

Die Beschwerdeführenden geben indes weiterhin nicht auf und ziehen den jüngsten Entscheid an die nächste Instanz – das Verwaltungsgericht des Kantons Bern – weiter. «Die Stadt Thun wird beim Verwaltungsgericht aus demokratiepolitischen Gründen ein beschleunigtes Verfahren beantragen», heisst es in der Mitteilung. Ziel des Gemeinderates sei, das Vorhaben «gemäss dem Wunsch der Stimmbevölkerung» möglichst bald realisieren zu können und damit einen Beitrag an eine qualitätsvolle Innenentwicklung Thuns zu leisten.